Marilyn 2017 und unsere Taschen

Alle zwei Jahre schmeißen wir mit unseren Freunden eine riesige Silvesterparty und das  diesjährige Partymotto war Film-und Fernsehstars. Dabei habe ich zum wiederholten Male feststellen müssen, daß mir blonde Perücken einfach nicht stehen. Ja, genau, ich war als Marilyn Monroe verkleidet. Aber nicht mit diesem weißen, berühmten Kleid aus "Das verflixte 7. Jahr", sondern wir hatten uns, da wir für sieben Mädels die gleichen Kostüme brauchten, für etwas entschieden, das die wenigsten von MM kennen und das für uns aber bedeutete, nicht den ganzen Abend am billigen Kleid rumzuppeln zu müssen.

Eine Pepitahose im Caprischnitt und ein schwarzer Rolli, Pumps und natürlich die obligatorische hellblonde Perücke mit dem passenden Makeup dazu. Ja, ja blond also...

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Ja, Nase war geputzt! Also, ich finde, ich eigne mich viel eher für eine
Audrey Hepburn. Dann wohl das nächste Mal...

Etwas passendes für jeden zu finden, ist ja nun auch wirklich etwas schwierig. Als Selmin und ich uns zusammen gesetzt haben, um zu entscheiden, welche Taschen im Workshop im März in Belgien genäht werden können, haben wir versucht verschiedene Modelle und Schwierigkeitsgrade zu finden. Aber guckt mal selbst, hier kommt ein Preview von den Modellen.
Unter Details auf der SW Website findet ihr die Materialangaben zu den jeweiligen Taschen und könnt überlegen, welche euch davon gefällt.

TRAGETASCHE - leicht zu nähen, gut für Anfänger

Tragetasche - Tweed & Greet-2

VARIANTE

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STIFTE ODER KOSMETIKTÄSCHCHEN MIT REIßVERSCHLUß - leicht/mittel,
ein bisschen Näherfahrung ist hilfreich

tweedandgreet.de sewwell.de

BEUTEL - BUCKET BAG - anspruchsvoll, für Näherfahrene
VARIANTE TURNBEUTEL - auch für weniger Geübte geeignet

Bucket Bag - Tweed & Greet-2

 

FOLDOVER CLUTCH - leicht, mittel, Reißverschluss einnähen ist hier einfach

Fold-Over-Clutch - Tweed & Greet

VARIANTE - mal aus Fell ohne Gummi oder ganz ohne Foldover

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SHOPPING BAG / KlEINER WEEKENDER - mittel

Shopping Bag - Tweed & Greet

Und wie seid ihr ins neue Jahr gerutscht?

Sewlong.Petra

Neues Teammitglied Selmin von Tweed and Greet

Jetzt ist es also offiziell! Wir haben ein neues Teammitglied. Leider musste uns Denia aus familiären Gründen verlassen und somit haben wir uns auf die Suche begeben nach einer adäquaten Nachfolgerin.
Ich könnte nicht glücklicher darüber sein, dass Selmin unseren "Antrag" angenommen hat.SewWell/Team

Sicherlich kennen einige von Euch die liebe Selmin, weil ihr ihren tollen Blog "Tweed and Greet" lest? Wer ihn noch nicht kennt, der sollte schleunigst mal rüber zu Selmin und ihren tollen Projekten. Sie ist eine großartige Bloggerin mit einer tollen Community und hat schon alles an Nähprojekten ausprobiert. Besonders angetan hat es mir ihre Refashion Reihe. Vom alten Rucksack zur Fold-Over Clutch oder das Männerhemd, das zum A-Linien Kleid wird. Sie hat super Ideen und es gibt auch Schritt für Schritt Anleitungen dazu. Fantastisch!
Natürlich habe ich sie interviewed, um sie hier allen näher vorzustellen. 

NAME: Selmin Ermis - Krohs  WOHNORT: Köln  
WAS MACHST DU BEI SW? Taschenworkshop

Wie bist du zum Nähen gekommen?
Ich bin erst mit 32 Jahren zum Nähen gekommen, aber dann so richtig! Als meine Freundin ihr erstes Baby bekam, wollte ich ihr eine selbstgenähte Puppe schenken und holte mir Hilfe von einer anderen Freundin, die schon nähen konnte. Heraus kam ein kleiner Stoffjunge mit viel zu kurzen Armen aber mit viel Liebe gemacht. Seitdem war ich angefixt. Ich kaufte mir eine Nähmaschine und probierte zunächst selbst herum, nach und nach besuchte ich erste Nähkurse. Das ist jetzt etwas mehr als vier Jahre her. Inzwischen hat sich das Nähen für mich zur schönsten Möglichkeit entwickelt, meinen eigenen Stil zu kreieren. Selbstgenähte Kleidung kann gleichermaßen stylish und alltagstauglich sein. Obendrein ist es viel einfacher als viele immer glauben. Man muss nur einfach loslegen.

Seit wann betreibst du dein Blog hauptberuflich? 
Ich habe mich vor einem Jahr mit meinem Blog selbstständig gemacht und arbeite zudem freiberuflich als Designerin und als Content Creator an redaktionellen Projekten für Unternehmen. Der Blog ist dabei nicht nur die Plattform, auf der ich meine Leidenschaft fürs Nähen, Fotografieren und Schreiben mit meinen Lesern teilen kann, sie dient mir auch als Portfolio, aus dem sich spannende Projekte mit anderen entwickeln, wie zum Beispiel das Sewwell Wochenende mit Dir und den anderen Teammitgliedern. 

Welches ist dein Lieblingsprojekt auf deinem Blog und warum? 
Ich nähe am liebsten Projekte, die ich nicht nur im Blog zeige, sondern auch im Alltag häufig tragen und nutzen kann. Aktuell gehören dazu meine Sailor Pants, die ich schon seit dem Sommer ständig anziehe und ein Latzkleid aus Jeans, das ich mir bereits nochmal aus Samt nachgenäht habe. Extrem praktisch und auch noch hübsch anzusehen, sind meine Lieblingstragetasche, die ich für alle Besorgungen nutze und meine Bucket Bag aus Kunstleder, die ich mir gern bei jeder Gelegenheit, bei der ich nicht viel mit mir herumtragen muss, um die Schultern hänge. Beide Anleitungen dazu gibt es kostenlos auf meinem Blog.SewWell/Interview Selmin

Deine Fotos sehen sehr professionell aus. Machst du sie immer selber, und wenn, mit welcher Kamera? 
Dankeschön! Ich fotografiere mich tatsächlich oft selbst mit meinem Superteam: Kamera, Stativ und Fernauslöser. Damit kann ich dann auch mal spontan Fotos schießen, ohne mich immer mit anderen absprechen zu müssen. Gern lasse ich mich aber zwischendurch auch von netten Bloggerkolleginnen ablichten. Meine Kamera ist eine Canon EOS 600, ich fotografiere meine Outfitfotos mit einem 50 mm Festbrennweitenobjektiv.

Was muss immer mit, wenn du verreist?
 Auch wenn ich im Urlaub gut abschalten kann oder vielleicht gerade deswegen, ist es auch die Zeit, in der ich oft einen Kreativitätsschub kriege. Dann muss alles davon aus meinem Kopf raus und verarbeitet werden. Nicht fehlen dürfen deswegen mein Notebook, meine Kamera, Fernauslöser und Stativ, ein Notizbuch. Hinzu kommt der Stapel ungelesene Zeitschriften und Bücher, die ich dann endlich lese. Wenn wir mit dem Auto verreisen, suche ich tatsächlich manchmal noch nach einer kleinen Lücke, in die eine Nähmaschine passen könnte. In diesem Sommer, war ich damit erfolgreich. Ich habe zwar am Ende nicht genäht, aber es war ein schönes Gefühl, meine Nähmaschine dabei zu haben.

 Wann fühlst Du Dich am schönsten? 
Immer nach dem Sport, wenn ich mich ausgepowert fühle und mein Gesicht durchblutet und rosig ist und ich das Gefühl habe, richtig etwas für mich getan zu haben.

Wonach wählst Du ein Outfit für den Tag aus?
Das kommt immer sehr auf meine Stimmung an. Ich arbeite viel von zu Hause, da greife ich gern zu einem bequemen Rock, Sweater und Strumpfhose oder zu einem lässigen Kleid. Zu Terminen darf es gern etwas schicker sein, aber immer noch lässig. Ich suche bewusst jeden Tag etwas Selbstgenähtes aus, das ich dann mit einem gekauften Teil kombiniere. Ich liebe es, etwas zu tragen, das ich selbst gemacht habe.

Warum wolltest Du bei Sew Well dabei sein? 
Der Satz, den ich am meisten höre, wenn ich Menschen von meiner Nähleidenschaft erzähle ist: „Ich würde ja auch so gerne nähen, aber ich weiß nicht wann ich das noch tun soll“. Egal ob jemand Kinder hat oder einen stressigen Bürojob oder beides zusammen. Sich Zeit für sich selbst und dann noch für ein erfüllendes Hobby zu nehmen, kommt oft viel zu kurz. Dabei ist gerade das Nähen eine perfekte Möglichkeit, voll in sein Projekt einzutauchen und die Welt um sich herum einmal zu vergessen. An diesem Wochenende haben die Teilnehmerinnen Zeit, sich voll auf sich zu konzentrieren und das zu tun, was sie entspannt: Endlich mal wieder ein Nähprojekt beginnen, Sport treiben, spazieren gehen und sich in netter Gesellschaft mit anderen Nähbegeisterten kulinarisch umsorgen zu lassen. Alles Dinge, die gern einmal hinten wegfallen, wenn man mitten im Alltag ist. Als Du angefragt hast, war ich schon von der ersten Minute überzeugt von dem Konzept und wusste, ich würde auf jeden Fall mitmachen.

Danke für dieses Interview, Selmin.

Mehr über Selmin gibt es unter Team.

Sewlong.Petra

 

Mein Tip für weniger Stress in der Weihnachtszeit

Wie heißt es so schön: „It’s the most wonderful time of the year!“
Manchmal habe ich das Gefühl, es ist nicht die wunderbarste Zeit des Jahres sondern die anstrengendste Zeit des ganzen Winters. Ich persönliche finde den Winter nämlich auch anstrengend, weil ich schnell friere. Heute sind es zum ersten Mal Temperaturen unter Null. Es sieht wunderschön aus, wenn die Dächer weiß sind, auf den Hecken der Frost sitzt und die Autos in die Landschaft eingebunden sind, weil sie wie mit Puderzucker bestäubt aussehen.

Aber es ist nicht nur das Frieren, sondern die unveränderliche Existenz von Weihnachtsgeschenkeanzeigen, Social Media Kampagnen, Challenges, der Steuer, Weihnachtsfeiern in der Schule, im Sportverein, im Reitverein, in der Musikschule oder je nach Hobby der Kinder… ich könnte noch weiter machen, aber darum geht es nicht.

Wir müssen ja alle damit zurechtkommen, da wir Teil dieser unserer Gesellschaft sind. Die Frage ist nur, was machen wir mit und was nicht? Ich erwische mich immer wieder dabei, wie ich denke: “ Du könntest deine Terrasse aber auch mal ein bisschen schöner schmücken, als nur den Stern aufzuhängen. Guck doch mal bei Pinterest, was die da alles machen!“
Genau! Ich kann es aber auch so lassen und lieber mit der Familie die Adventskisten aus dem Keller holen und dabei zusehen, wie die Kinder nach ihren Lieblingssachen suchen und sich darüber freuen, Gebasteltes vom letzten Jahr („wo sie ja noch
klein waren..!“) zu finden.

Also habe ich am Wochenende Social Media Social Media sein lassen und die Freude meiner Kinder geteilt, das Zuhause festlich zu schmücken, ihre liebsten Weihnachtsbücher rauszuholen und das Wohnzimmer ins Chaos zu stürzen.
(Die Kisten stehen natürlich immer noch rum, zwar leer, aber im Weg..)

Dann fiel mir das großartige Buch von Tom Hodgkinson „Leitfaden für faule Eltern“ ein und ich beschloss, statt Abendbrot zu machen, die Familie auf den Weihnachtsmarkt zu schleppen. Denn, wie schreibt er so schön:
„…Menschen, Menschen überall! Geselligkeit und Frohsinn, das sind die Schlüssel. Überdies ist nicht abzustreiten, dass ein klein wenig Alkohol den autoritären Papa schwächt. Man wird weniger streng: „Klar darfst du den Berg saure Pommes von Haribo essen! Greif zu! Was interessiert’s mich?“ Es ist eine unglaubliche Erleichterung, wenn man einfach aufhört, eine Autoritätsperson ein zu wollen, und den eigenen Kindern stattdessen ein Freund wird. Seien sie unvollkommen, lassen sie los.“
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Also, habe ich losgelassen und zugesehen, wie sich die Kinder von Zuckerwatte und anderen gruseligen Süßigkeiten ernährt haben. Mir schmeckte der Glühwein und ich traf auf Freunde, die ich vor lauter Stress lange nicht gesehen oder gesprochen hatte und dann dämmerte es mir langsam.
Ich befand mich direkt mittendrin, in der wundervollsten Zeit des Jahres und es war überhaupt nicht anstrengend und auch nicht kalt – mir war plötzlich ganz warm
ums Herz…

 

 

Sewlong. Petra

(P.S.: Das Buch muss man natürlich mit einem Augenzwinkern sehen. Es heißt nicht, dass wir uns jetzt alle einen antüdeln sollen, damit wir nicht mehr gestresst sind! 😉 Aber es macht viel Spass zu lesen, und nimmt einem ein bisschen von dem Anspruch perfekt sein zu müssen.)

 

 

INTERVIEW Alexandra Wittek

NAME: Alexandra Wittek  WOHNORT: Frankenforst/ Bergisch Gladbach
WAS MACHST DU BEI SW: Fußreflexzonen Massage


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Erzähl uns ein bisschen was von Dir persönlich.
Hallo, ich bin Alexandra, 44 Jahre alt  und lebe mit meiner Familie, dazu gehören mein Mann, unsere 3 Kinder sowie 2 Katzen im Frankenforst, Bergisch Gladbach.
Bis zur Geburt unserer ersten Tochter habe ich im Marketing eines großen Softwareunternehmens gearbeitet. Ich bin viel verreist und habe mich u.a. um die Organisation von Großveranstaltungen gekümmert.

Vor 7 Jahren habe ich meine zweite Leidenschaft entdeckt. Ich erlernte Fußreflexzonen Massage und durfte dabei feststellen, dass ich ein gutes Gespür dafür habe, beispielsweise Anspannungen, Blockaden oder aber auch Erschöpfung  in bestimmten Zonen am Fuß zu ertasten und diese zu lösen.  Was langfristig zu Wohlbefinden beim Patienten führt.

Wie sieht deine Morgen Routine aus?
Als allererstes brauche ich morgens meinen Kaffee um wach zu werden. Dann bereite ich gemeinsam mit meinem Mann das Frühstück für die Familie vor, überfliege leider viel zu selten kurz die Tageszeitung und verabschiede die Kinder dann in Schule und Kindergarten. Wenn alle aus dem Haus sind, erledige ich je nach dem ob es mein Behandlungsvormittag ist, das nötigste im Haushalt, koche Tee für meine Kunden bereite den Behandlungsraum vor, damit ich spätestens um 9.00 Uhr mit der ersten Massage beginnen kann.

An meinen behandlungsfreien Vormittagen nutze ich die Zeit und praktiziere morgens Yoga oder gehe joggen und erledige im Anschluss die Dinge, die im Laufe der Woche liegen geblieben sind.

Ohne was kannst du nicht leben?
Meine Familie.

Wann fühlst Du Dich am Schönsten?
Wenn ich ausgeschlafen bin und ich mit mir und meinem Körper zufrieden bin. An den anderen Tagen hilft dann eben eine frische Dusche und Make up nach.
Gott sei dank :-))

Aus welchem Grund hast Du Dich mit der FRZ Massage selbstständig gemacht?
Ich suchte einen sinnvollen Ausgleich zum täglichen „Familienmanagement“. Es ist ein Segen, dass ich mich 2009 zu diesem, für mich besonderen Fußreflexzonenseminar in Anlehnung an die Chinesische Medizin angemeldet habe, und dort die Arbeit lieben lernte. Da ich selbständig bin, lassen sich die Massagen wunderbar in meinen sonst doch sehr turbulenten Alltag integrieren. Ich bin unabhängig in meiner Terminplanung und bleibe dadurch flexibel. Auch für meine Kunden. Die Massagen erden mich und es wird nie langweilig. Ich lerne immer wieder neue tolle Menschen mit ihren besonderen Geschichten kennen.

Auch wenn es sicher für den ein oder anderen schwer vorstellbar ist, über die Fußreflexzonen Massage komme ich meinen Kunden sehr nahe, und es ist immer wieder schön zu sehen, dass Sie nach der Behandlung mit einem Lächeln im Gesicht und meißtens sehr entspannt meinen Raum verlassen.

Was empfiehlst Du anderen Frauen, die sich selbstständig machen wollen?
Seinem Herzen folgen und mutig sein. Und vor allem dir selbst vertrauen!
Selbst wenn Dinge erst mal nicht so laufen wie gewollt, don’t  give up!

Warum wolltest Du bei SewWell dabei sein?
Spannende Kombi..! In der Regel wird nur Wellness oder „nur“ Näh – Workshop angeboten. Dies ist mal was ganz anderes… Das gefällt mir. Darüber hinaus sind wir ein tolles Team. Schon unsere Planungstreffen bereiten mir immer große Freude. Ich bin schon ganz gespannt auf die Teilnehmer und freue mich auf ein kreatives und inspirierendes Wochenende.

Danke für dieses Interview, Alexandra.

Mehr über Alex gibt es unter unserer Team Seite.

Zwei einfache Tips um Meditation auszuprobieren und Stress los zu werden

Ich habe unsere Yvonne (Yoga und Pilates) die Tage mal gefragt, wie sie im Alltag mit Stress umgeht. Darauf hin hat sie mir ihre persönliche Lieblingsmeditation verraten, um im Alltag schnell mal zur Ruhe zu kommen. Geht es dir auch so, dass du schwer dagegen ankämpfen kannst, wenn du gestresst bist und dadurch nervös und ungeduldig wirst?

„Mittlerweile ist ja bekannt: negativer Stress lässt uns altern. Der Alltag vieler Menschen ist vollgepackt mit Terminen und die Zeit diktiert uns oft den Tagesablauf. Stress begünstigt die Bildung freier Radikale, welche unsere Schutzmechanismen zerstören: das Immunsystem leidet darunter und die Haut altert. Um uns davor zu schützen, sollten wir versuchen, ein stressfreieres Leben zu führen.(Leichter gesagt als getan, oder?)

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Meditation kann uns dabei helfen. Sie schafft Auszeiten im Alltag und lässt uns durch Veränderungen der Hirnzellen mit Stress besser umgehen. Die Areale, die an Lern- und Gedächtnisprozessen beteiligt sind, sowie die Bereiche für Selbstwahrnehmung und Mitgefühl, verdichten sich.
Andere Areale, zB. die für die Verarbeitung von Angst und Stress verkleinern sich. Von diesen Effekten hätte jeder Mensch etwas, so dass es sich auf jeden Fall lohnt, Meditation in den Alltag zu integrieren.
Aber da ist sie wieder: die Zeit. Niemand hat Zeit, noch zusätzliche Dinge zu tun. Bei Meditation denken viele an aufwändige Zeremonien und stundenlanges Stillsitzen. Das muss nicht sein.

Der Einstieg in die Meditation ist eigentlich ganz einfach. Man braucht auch nicht unbedingt einen Lehrer dazu. Es gibt sehr einfache Meditationen, die jeder selbst machen kann.

1. Du suchst Dir eine bequeme, aber aufrechte Position, in der Du nicht einschläfst.
Man muss nicht unbedingt im Schneider- oder gar im Lotussitz sitzen. Wichtig ist, dass man sich zu Anfang nur kleine Zeitintervalle vorgibt, die man dann langsam steigert. Wenn man täglich  15 Minuten schafft, dann ist das völlig ausreichend! Zumindest hat man dann einen Einstieg und wird mit Sicherheit nach kurzer Zeit einen positiven Effekt feststellen.

2. Jetzt lenkst Du Deine Aufmerksamkeit ganz auf deinen Atem.
Beim Einatmen stellt man sich vor, dass frische, neue Energie in den Körper kommt. Beim Ausatmen stellt man sich vor, dass alles Alte, Verbrauchte und Schlechte aus einem heraus geatmet wird. Es hilft, wenn man sich die Luft beim Einatmen
zB. weiß vorstellt und beim Ausatmen schwarz.

Meine Lieblings-Kurzmediation sieht folgendermaßen aus:
Du sitzt an einem kleinen Fluss und beobachtest einfach nur, wie das Wasser kommt und geht. Dann stell Dir vor, auf dem Wasser schwimmen Blätter.
Alle Gedanken, die am Anfang unweigerlich kommen, wenn man mit dem Meditieren beginnt, setzt Du auf ein Blatt und beobachtest sie dabei, wie sie fort schwimmen. Das kann man zB. auch gut mit negativen Gedanken machen. Mir hilft diese Übung sehr dabei, zur Ruhe zu kommen und Dinge, die mich unnötig beschäftigen, loszulassen.


Wie alles im Leben ist es auch bei der Meditation: Übung macht den Meister. Es ist nicht einfach, an nichts zu denken. Wichtig ist, dass wir uns nicht gegen die Gedanken und Gefühle wehren, die da kommen. Man lernt mit der Zeit, sie zu beobachten und nicht zu werten. Diese Meditationen kann man im Grunde jederzeit und überall machen. Warum nicht mal beim Warten auf den Bus die Augen schließen und sich einen Fluss vorstellen? Ich finde, das macht glücklich.“

Vielen Dank für Deine Tips, liebe Yvonne. Ich werde das gleich mal ausprobieren, wenn ich mal wieder an der Kasse in der Schlange stehe und es nicht voran geht. Das macht mich immer kribbelig.

Sewlong. Petra

 

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