nähen

Neues Teammitglied Selmin von Tweed and Greet

Jetzt ist es also offiziell! Wir haben ein neues Teammitglied. Leider musste uns Denia aus familiären Gründen verlassen und somit haben wir uns auf die Suche begeben nach einer adäquaten Nachfolgerin.
Ich könnte nicht glücklicher darüber sein, dass Selmin unseren "Antrag" angenommen hat.SewWell/Team

Sicherlich kennen einige von Euch die liebe Selmin, weil ihr ihren tollen Blog "Tweed and Greet" lest? Wer ihn noch nicht kennt, der sollte schleunigst mal rüber zu Selmin und ihren tollen Projekten. Sie ist eine großartige Bloggerin mit einer tollen Community und hat schon alles an Nähprojekten ausprobiert. Besonders angetan hat es mir ihre Refashion Reihe. Vom alten Rucksack zur Fold-Over Clutch oder das Männerhemd, das zum A-Linien Kleid wird. Sie hat super Ideen und es gibt auch Schritt für Schritt Anleitungen dazu. Fantastisch!
Natürlich habe ich sie interviewed, um sie hier allen näher vorzustellen. 

NAME: Selmin Ermis - Krohs  WOHNORT: Köln  
WAS MACHST DU BEI SW? Taschenworkshop

Wie bist du zum Nähen gekommen?
Ich bin erst mit 32 Jahren zum Nähen gekommen, aber dann so richtig! Als meine Freundin ihr erstes Baby bekam, wollte ich ihr eine selbstgenähte Puppe schenken und holte mir Hilfe von einer anderen Freundin, die schon nähen konnte. Heraus kam ein kleiner Stoffjunge mit viel zu kurzen Armen aber mit viel Liebe gemacht. Seitdem war ich angefixt. Ich kaufte mir eine Nähmaschine und probierte zunächst selbst herum, nach und nach besuchte ich erste Nähkurse. Das ist jetzt etwas mehr als vier Jahre her. Inzwischen hat sich das Nähen für mich zur schönsten Möglichkeit entwickelt, meinen eigenen Stil zu kreieren. Selbstgenähte Kleidung kann gleichermaßen stylish und alltagstauglich sein. Obendrein ist es viel einfacher als viele immer glauben. Man muss nur einfach loslegen.

Seit wann betreibst du dein Blog hauptberuflich? 
Ich habe mich vor einem Jahr mit meinem Blog selbstständig gemacht und arbeite zudem freiberuflich als Designerin und als Content Creator an redaktionellen Projekten für Unternehmen. Der Blog ist dabei nicht nur die Plattform, auf der ich meine Leidenschaft fürs Nähen, Fotografieren und Schreiben mit meinen Lesern teilen kann, sie dient mir auch als Portfolio, aus dem sich spannende Projekte mit anderen entwickeln, wie zum Beispiel das Sewwell Wochenende mit Dir und den anderen Teammitgliedern. 

Welches ist dein Lieblingsprojekt auf deinem Blog und warum? 
Ich nähe am liebsten Projekte, die ich nicht nur im Blog zeige, sondern auch im Alltag häufig tragen und nutzen kann. Aktuell gehören dazu meine Sailor Pants, die ich schon seit dem Sommer ständig anziehe und ein Latzkleid aus Jeans, das ich mir bereits nochmal aus Samt nachgenäht habe. Extrem praktisch und auch noch hübsch anzusehen, sind meine Lieblingstragetasche, die ich für alle Besorgungen nutze und meine Bucket Bag aus Kunstleder, die ich mir gern bei jeder Gelegenheit, bei der ich nicht viel mit mir herumtragen muss, um die Schultern hänge. Beide Anleitungen dazu gibt es kostenlos auf meinem Blog.SewWell/Interview Selmin

Deine Fotos sehen sehr professionell aus. Machst du sie immer selber, und wenn, mit welcher Kamera? 
Dankeschön! Ich fotografiere mich tatsächlich oft selbst mit meinem Superteam: Kamera, Stativ und Fernauslöser. Damit kann ich dann auch mal spontan Fotos schießen, ohne mich immer mit anderen absprechen zu müssen. Gern lasse ich mich aber zwischendurch auch von netten Bloggerkolleginnen ablichten. Meine Kamera ist eine Canon EOS 600, ich fotografiere meine Outfitfotos mit einem 50 mm Festbrennweitenobjektiv.

Was muss immer mit, wenn du verreist?
 Auch wenn ich im Urlaub gut abschalten kann oder vielleicht gerade deswegen, ist es auch die Zeit, in der ich oft einen Kreativitätsschub kriege. Dann muss alles davon aus meinem Kopf raus und verarbeitet werden. Nicht fehlen dürfen deswegen mein Notebook, meine Kamera, Fernauslöser und Stativ, ein Notizbuch. Hinzu kommt der Stapel ungelesene Zeitschriften und Bücher, die ich dann endlich lese. Wenn wir mit dem Auto verreisen, suche ich tatsächlich manchmal noch nach einer kleinen Lücke, in die eine Nähmaschine passen könnte. In diesem Sommer, war ich damit erfolgreich. Ich habe zwar am Ende nicht genäht, aber es war ein schönes Gefühl, meine Nähmaschine dabei zu haben.

 Wann fühlst Du Dich am schönsten? 
Immer nach dem Sport, wenn ich mich ausgepowert fühle und mein Gesicht durchblutet und rosig ist und ich das Gefühl habe, richtig etwas für mich getan zu haben.

Wonach wählst Du ein Outfit für den Tag aus?
Das kommt immer sehr auf meine Stimmung an. Ich arbeite viel von zu Hause, da greife ich gern zu einem bequemen Rock, Sweater und Strumpfhose oder zu einem lässigen Kleid. Zu Terminen darf es gern etwas schicker sein, aber immer noch lässig. Ich suche bewusst jeden Tag etwas Selbstgenähtes aus, das ich dann mit einem gekauften Teil kombiniere. Ich liebe es, etwas zu tragen, das ich selbst gemacht habe.

Warum wolltest Du bei Sew Well dabei sein? 
Der Satz, den ich am meisten höre, wenn ich Menschen von meiner Nähleidenschaft erzähle ist: „Ich würde ja auch so gerne nähen, aber ich weiß nicht wann ich das noch tun soll“. Egal ob jemand Kinder hat oder einen stressigen Bürojob oder beides zusammen. Sich Zeit für sich selbst und dann noch für ein erfüllendes Hobby zu nehmen, kommt oft viel zu kurz. Dabei ist gerade das Nähen eine perfekte Möglichkeit, voll in sein Projekt einzutauchen und die Welt um sich herum einmal zu vergessen. An diesem Wochenende haben die Teilnehmerinnen Zeit, sich voll auf sich zu konzentrieren und das zu tun, was sie entspannt: Endlich mal wieder ein Nähprojekt beginnen, Sport treiben, spazieren gehen und sich in netter Gesellschaft mit anderen Nähbegeisterten kulinarisch umsorgen zu lassen. Alles Dinge, die gern einmal hinten wegfallen, wenn man mitten im Alltag ist. Als Du angefragt hast, war ich schon von der ersten Minute überzeugt von dem Konzept und wusste, ich würde auf jeden Fall mitmachen.

Danke für dieses Interview, Selmin.

Mehr über Selmin gibt es unter Team.

Sewlong.Petra

 

Interview Denia Henkel

NAME: Denia Henkel   WEBSITE: Die Jägerin   WOHNORT: Bensberg
WAS MACHST DU BEI SW: Taschenworkshop für Anfänger und Fortgeschrittene


Du stellst viele Unikate selbst her. Welches ist Dein Lieblingsprodukt und warum?
Das wechselt. Ich lasse mich gerne inspirieren und „teste“ selbst ständig neue Projekte.Viele meiner Produkte sind aus der eigenen Notwendigkeit entstanden. Wie zum Beispiel die Windeltasche, die auch als Strandtasche für Handy und Lieblingsbuch zum Einsatz kommt.SewWell Denia Henkel

Du bist Selbstständig, hast zwei Kinder und einen Mann, der hauptsächlich abends arbeitet. Wie bekommst Du alles alleine gestemmt?
Es ist nicht immer einfach, manchmal müssen Dinge einfach warten. Und die Priorität liegt ganz klar bei den Kindern. Aber gute Organisation hilft!

Wann findest Du mit so kleinen Kindern Zeit, Deine Produkte zu nähen und im Blog zu schreiben?
Nachts, wenn die Kinder schlafen.

Was ist zur Zeit Dein Lieblingskleidungsstück und warum?
Ein gelungenes A-Linien-Kleid. Dazu kam ich mal wieder wie die Jungfrau zum Kind. Ich hatte den Stoff entdeckt, und fand ihn so unglaublich schön – bunt und doch nicht zu bunt, leuchtend und doch zu vielen Anlässen passend.
Also habe ich den Stoff gekauft, und dann zu Hause überlegt, was ich daraus machen könnte. Und schnell war klar: etwas für mich! So kam ich zu der Kleid-Idee.
Also schnell noch einen Schnitt gekauft, dann nochmal Stoff nachgekauft (typisch für mich, denn natürlich hatte ich nicht genug für ein Langarm-Kleid) – und den Schnitt (mit Petra’s Hilfe) angepasst. Dann darüber hinaus noch schnell eine neue Nähmaschine gekauft, Kleid genäht – und seither wird es stolz getragen.

Beschreibe Deinen Stil in einem Satz.
Bunt, einzigartig, elegant und liebevoll.

Was war Deine bisher größte Herausforderung?
Mein Alltag.

Wann kannst Du Dich am besten entspannen?
Wenn ich Zeit habe, ein Projekt an der Nähmaschine zu verfolgen und fertigzustellen.

Was hast Du immer in Deiner Handtasche?
Kaugummis, Kopfschmerztabletten und Pflaster. Ein Maßband, ein Notizbuch und ein oder zwei kleine Reißverschlußtäschlein aus beschichteter Baumwolle.
Das Maßband, weil man ja nie wissen kann, was unterwegs passiert oder welchen Stoff man unterwegs zufälllig entdeckt. Das Notizbuch, um all die verrückten Gedanken festzuhalten. Und das eine oder die zwei Täschlein – weil sie so unglaublich praktisch sind! Zum einen sind sie selbstgenäht, zum anderen verwahren sie alles, was Frau so braucht – und dann auch noch Ladekabel und Adapter etc.
Auf schönste Art und Weise werden all diese Dinge in der Handtasche so zusammengehalten, dabei sind sie dann auch noch gegen auslaufende Wasserflaschen etc. geschützt. Nie wieder ohne!

Du hast auf Fotos so eine selbstsichere Ausstrahlung. Hast Du einen Tip, wie man sich vor der Kamera bewegen sollte?
Ohne Furcht! Die Kamera beißt nicht und das Ergebnis wird umso schöner.

Warum wolltest Du bei SewWell dabei sein?
Was gibt es Schöneres, als ein Projekt von Anfang an zu begleiten? Gerne möchte ich mein Wissen und meine Erfahrung im Rahmen dieses Projektes weitergeben.

Danke für dieses Interview! Sewlong. Petra

 

 

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