Ich habe unsere Yvonne (Yoga und Pilates) die Tage mal gefragt, wie sie im Alltag mit Stress umgeht. Darauf hin hat sie mir ihre persönliche Lieblingsmeditation verraten, um im Alltag schnell mal zur Ruhe zu kommen. Geht es dir auch so, dass du schwer dagegen ankämpfen kannst, wenn du gestresst bist und dadurch nervös und ungeduldig wirst?

„Mittlerweile ist ja bekannt: negativer Stress lässt uns altern. Der Alltag vieler Menschen ist vollgepackt mit Terminen und die Zeit diktiert uns oft den Tagesablauf. Stress begünstigt die Bildung freier Radikale, welche unsere Schutzmechanismen zerstören: das Immunsystem leidet darunter und die Haut altert. Um uns davor zu schützen, sollten wir versuchen, ein stressfreieres Leben zu führen.(Leichter gesagt als getan, oder?)

yoga sewwell.jpg (1 von 1)

Meditation kann uns dabei helfen. Sie schafft Auszeiten im Alltag und lässt uns durch Veränderungen der Hirnzellen mit Stress besser umgehen. Die Areale, die an Lern- und Gedächtnisprozessen beteiligt sind, sowie die Bereiche für Selbstwahrnehmung und Mitgefühl, verdichten sich.
Andere Areale, zB. die für die Verarbeitung von Angst und Stress verkleinern sich. Von diesen Effekten hätte jeder Mensch etwas, so dass es sich auf jeden Fall lohnt, Meditation in den Alltag zu integrieren.
Aber da ist sie wieder: die Zeit. Niemand hat Zeit, noch zusätzliche Dinge zu tun. Bei Meditation denken viele an aufwändige Zeremonien und stundenlanges Stillsitzen. Das muss nicht sein.

Der Einstieg in die Meditation ist eigentlich ganz einfach. Man braucht auch nicht unbedingt einen Lehrer dazu. Es gibt sehr einfache Meditationen, die jeder selbst machen kann.

1. Du suchst Dir eine bequeme, aber aufrechte Position, in der Du nicht einschläfst.
Man muss nicht unbedingt im Schneider- oder gar im Lotussitz sitzen. Wichtig ist, dass man sich zu Anfang nur kleine Zeitintervalle vorgibt, die man dann langsam steigert. Wenn man täglich  15 Minuten schafft, dann ist das völlig ausreichend! Zumindest hat man dann einen Einstieg und wird mit Sicherheit nach kurzer Zeit einen positiven Effekt feststellen.

2. Jetzt lenkst Du Deine Aufmerksamkeit ganz auf deinen Atem.
Beim Einatmen stellt man sich vor, dass frische, neue Energie in den Körper kommt. Beim Ausatmen stellt man sich vor, dass alles Alte, Verbrauchte und Schlechte aus einem heraus geatmet wird. Es hilft, wenn man sich die Luft beim Einatmen
zB. weiß vorstellt und beim Ausatmen schwarz.

Meine Lieblings-Kurzmediation sieht folgendermaßen aus:
Du sitzt an einem kleinen Fluss und beobachtest einfach nur, wie das Wasser kommt und geht. Dann stell Dir vor, auf dem Wasser schwimmen Blätter.
Alle Gedanken, die am Anfang unweigerlich kommen, wenn man mit dem Meditieren beginnt, setzt Du auf ein Blatt und beobachtest sie dabei, wie sie fort schwimmen. Das kann man zB. auch gut mit negativen Gedanken machen. Mir hilft diese Übung sehr dabei, zur Ruhe zu kommen und Dinge, die mich unnötig beschäftigen, loszulassen.


Wie alles im Leben ist es auch bei der Meditation: Übung macht den Meister. Es ist nicht einfach, an nichts zu denken. Wichtig ist, dass wir uns nicht gegen die Gedanken und Gefühle wehren, die da kommen. Man lernt mit der Zeit, sie zu beobachten und nicht zu werten. Diese Meditationen kann man im Grunde jederzeit und überall machen. Warum nicht mal beim Warten auf den Bus die Augen schließen und sich einen Fluss vorstellen? Ich finde, das macht glücklich.“

Vielen Dank für Deine Tips, liebe Yvonne. Ich werde das gleich mal ausprobieren, wenn ich mal wieder an der Kasse in der Schlange stehe und es nicht voran geht. Das macht mich immer kribbelig.

Sewlong. Petra

 

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Comment *